27. August 2026
Insekten entdecken
Aufruf zum Fotografieren von Insekten mit Obsidentify
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Käfer, Heuschrecken, Schmetterlinge, Fliegen, Bienen, Zikaden – diese und noch viel mehr Artengruppen gehören zu den Insekten und tragen bedeutend zur Biodiversität bei. Der Spätsommer ist ein geeigneter Zeitpunkt, um die Vielfalt der Insekten zu beobachten, zu fotografieren und zu melden. Deshalb ruft die Biologische Station Hochsauerlandkreis zusammen mit dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und der Naturbeobachtungsplattform Observation.org zum Melden der Naturbeobachtungen bei Observation.org oder in der App ObsIdentify auf. |
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Eine bunte Vielfalt an Artengruppen gehört zu den Insekten - sie sind die artenreichste Gruppe weltweit mit etwa einer Million beschriebener Arten. Sie leben in einer Vielzahl von Lebensräumen und einige von ihnen sind hoch spezialisiert. Deutschlands größter Käfer der Hirschkäfer zum Beispiel, ist bekannt durch sein eindrucksvolles „Geweih“ und kommt vor allem in Alt- und Totholzbeständen vor. Er ist heutzutage als stark gefährdet eingestuft. Viele Insekten fungieren als Bestäuber und sind wichtig für die Bestäubung von Wild-, Kultur- und Ackerpflanzen. Sie erfüllen weitere wichtige Funktionen wie Zersetzung oder dienen als Nahrungsgrundlage für andere Tiere zum Beispiel für Vögel.
Das „Insektensterben“ ist bekannt. Die Artenvielfalt der Insekten ist in den letzten Jahrzehnten unter anderem durch den Verlust und die Verinselung von Lebensräumen, Strukturverarmung der Landschaft und den Einsatz von Pestiziden drastisch zurückgegangen. Durch die Teilnahme am Wettbewerb und das Melden von Insektenbeobachtungen, können Naturinteressierte zur Erforschung der Insekten beitragen. Die Daten fließen in die Wissenschaft und den Naturschutz ein. Mit Hilfe der gemeinsam gesammelten Beobachtungen von Insekten können zum Beispiel Verbreitungsmuster analysiert und nachhaltige Schutzmaßnahmen entwickelt werden, aber auch Einwanderungen nachvollzogen werden, zum Beispiel die der Gemeinen Sichelschrecke (Phaneroptera falcata) im Hochsauerlandkreis.
Hintergrund Wer im Jahr 2026 die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland entdeckt, wird sich im Rahmen der bürgerwissenschaftlichen „Arten-Olympiade 2026“ zeigen, zu der das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu Jahresanfang aufgerufen hat. Ob Pilz, Pflanze, Tier oder deren Spuren - die Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt das ganze Jahr über ein, Naturbeobachtungen auf der internationalen Plattform Observation.org und in der App ObsIdentify zu teilen. Zu den Partnern der Arten-Olympiade gehören unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA). Unterstützt wird die Challenge durch eine Spende der Stiftung der Sparda-Bank Münster.
Weitere Informationen unter: www.arten-olympiade.lwl.org | https://observation.org/
Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2026 hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/?
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Die Biologische Station wünscht viel Freude in der Natur und viele spannende Beobachtungen! |
Nachtfalter am Licht
Gemeine Sichelschrecke
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Bildnachweise:
(1) Blaue Federlibellen (Platycnemis pennipes). Foto: Jan Ole Kriegs
(2) Gebänderter Pinselkäfer (Trichius fasciatus). Foto: Makrowilli
(3) Nachtfalter am Licht. Foto: Jan Ole Kriegs
(4) Gemeine Sichelschrecke (Phaneroptera falcata). Foto: Biologische Station Hochsauerlandkreis



