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14. April 2026

Die Amphibien wandern wieder
Aufruf zum Beobachten für Naturbegeisterte

 

Jetzt im Frühjahr sind die Amphibien gut zu beobachten. Schilder oder kleine Zäune machen am Straßenrand auf die Wanderungen der Amphibien aufmerksam. Ein idealer Zeitpunkt, um im Hochsauerlandkreis die aktiven Tiere zu beobachten und zu melden.
Deshalb ruft die Biologische Station Hochsauerlandkreis zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Observation.org zum Melden der Tiere bei Observation.org oder in der App ObsIdentify auf. In der App können im Rahmen der Wettbewerbe zur „Arten-Olympiade 2026“ sowie zur Amphibien- und Reptilien-Challenge „Frosch und Echse – ich endeck‘se“ die Beobachtungen hochgeladen werden. Alle Interessierten können mitmachen und über das gesamte Jahr hinweg die Natur erforschen.

Erdkröte (Bufo bufo)

 

 

 

Die Erdkröten sind bei den ersten wärmeren Temperaturen im Frühjahr schon unterwegs. Sie sind auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Auch im Herbst werden die verschiedenen Amphibienarten wieder unterwegs sein, denn dann suchen sie sich ein Winterquartier. Aktuell können die Tiere gut in und um ihre Laichgewässer beobachtet werden. Besonders abends sind die Frösche zu hören. Anhand ihrer artspezifischen Gesänge kann man die verschiedenen Arten unterscheiden.

Amphibien wandern meistens nachts. Dann ist die Luftfeuchtigkeit höher und die Tiere können nicht austrocknen.

 

Nicht nur durch die Gefahren während der Wanderung wie zum Beispiel Straßen sind die Amphibien gefährdet, sondern besonders auch durch die Zerstörung ihres Lebensraums, erklärt uns Dr. Andreas Kronshage, Zoologe und Gewässerökologe vom LWL-Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer in Recke. „Amphibien sind stark an ihren Lebensraum gebunden. Sie benötigen geeignete Feuchtbiotope zum Laichen.“ Zum Schutz verschiedener Amphibienarten gibt es Maßnahmen wie Amphibienzäune, Neuanlage und Optimierung von Gewässern und Monitoring-Programme zur Erfassung der Bestände. Kronshage berichtet: „Die Knoblauchkröte ist vom Aussterben bedroht. Im Naturschutzgebiet Heiliges Meer wird sie seit 50 Jahren durch eigene Kartierungen oder auch in Zusammenarbeit mit Universitäten beobachtet.“

 

In Deutschland gibt es 21 Amphibienarten. Die heimischen Arten gehören den Ordnungen der Schwanzlurche (Salamander, Molche) und Froschlurche (z.B. Frösche, Kröten, Unken) an. Gerade im weitläufigen Hochsauerlandkreis sind die Kenntnisse zur Verbreitung der einzelnen Arten oft lückenhaft. Daher stellt jede Meldung, z.B. des leicht erkennbaren Feuersalamanders, eine wertvolle Erweiterung des Wissensstandes dar. Wichtig ist dabei, die Tiere nicht anzufassen und deren Lebensräume nicht zu beeinträchtigen. Oft gelingen auch Zufallsfunde auf befestigten Wegen oder Straßen. Die Biologische Station Hochsauerlandkreis freut sich auf Ihre Meldungen!

 

Grasfrosch (Rana temporaria) 

Grasfrosch

 

 

Kreuzkröte (Epidalea calamita)Kreuzkröte

 

 

Feuersalamander (Salamandra salamandra)

 

 

 

 

 

 

 

Feuersalamander

 

Weitere Informationen unter:LWL Logo schwarz

www.arten-olympiade.lwl.org | https://observation.org/

 

Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2026 hier:

https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/?

 

Fragen beantwortet: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  

Die Biologische Station wünscht viel Freude in der Natur und viele spannende Beobachtungen!

 

 

Bildnachweise:

(1) Erdkröte (Bufo bufo). Foto: Biologische Station HSK

(2) Grasfrosch (Rana temporaria). Foto: Moritz Rennack

(3) Kreuzkröte (Epidalea calamita). Foto: Moritz Rennack

(4) Feuersalamander (Salamandra salamandra). Foto: Biologische Station HSK