07. Januar 2026
Arten-Olympiade 2025 endet erfolgreich
Über 5 Millionen Natur-Beobachtungen für Forschung und Naturschutz
| Die länderübergreifende Arten-Olympiade 2025 wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Challenge wurde veranstaltet vom LWL-Museum für Naturkunde in Münster des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL, D), dem Haus der Natur in Salzburg (AT) und dem Naturmuseum Solothurn (CH). Zu den Partnern gehörten unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster. Die Stiftung der Sparda-Bank Münster unterstützte den Wettbewerb mit einer Spende. |
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"Das Ganze sollte vor allem Spaß machen und deswegen ging es in diesem Wettbewerb darum, selbst möglichst viel zu entdecken, kennenzulernen und am Ende des Jahres die meisten wildlebenden Arten dokumentiert zu haben“, sagt Prof. Dr. Jan Ole Kriegs vom LWL-Museum für Naturkunde aus Münster.
Die Natur ist unglaublich reich und vielfältig. Direkt in unmittelbarer Umgebung wachsen hunderte Pflanzen- und Pilzarten, leben tausende Tierarten von Insekten, Spinnen, Weichtieren oder Würmern bis hin zu Vögeln und Säugetieren. Noch unglaublicher ist die Vielfalt im mikroskopischen Bereich. Mit dieser Challenge wurden Naturbegeisterte aufgerufen, die enorme Artenvielfalt zu erfassen. Innerhalb eines Jahres wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 5,6 Millionen Beobachtungen erfasst, die nun für Forschung und Naturschutz zur Verfügung stehen. Dabei gingen länderübergreifend Meldungen zu mehr als 20.500 Arten ein.
Bei den beobachteten Arten steht der Landkreis Lüneburg mit über 6.300 Arten an erster Stelle (2. Kreis Steinfurt, 3. Hamburg), bei den einzelnen Beobachtungen der Kreis Steinfurt mit über 84.400 Beobachtungen (2. Münster, 3. Hamburg). Der Hochsauerlandkreis bewegt sich mit 22.974 Beobachtungen von 2.958 Arten im Mittelfeld. Es beteiligten sich 1.446 Erfasser.
Die Organisatoren bedanken sich bei allen ehrenamtlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Durch die Teilnahme an dieser Challenge haben wir unglaublich viele wertvolle, länderübergreifende Datensätze erhalten, die jetzt ausgewertet werden können. Wichtig ist aber auch, dass die Interessierten auch nach diesem Wettbewerb dabeibleiben und ihre Funde melden.“ so Kriegs. „Denn nur so können wir die Entwicklungen um uns herum live verfolgen, erforschen und hoffentlich Schlüsse für den Naturschutz daraus ableiten.“ Die Forschung geht weiter. Vergleichbare Citizen Science-Projekte wird es auch 2026 geben. |
Bestimmung mittels App
Bunter Sichelspringer
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www.arten-olympiade.lwl.org | https://observation.org/
Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2025 hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2025/?
Fragen beantwortet: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Biologische Station wünscht viel Freude in der Natur und viele spannende Beobachtungen!
Bildnachweise:
(1) Beobachterin. Foto: LWL/Christoph Steinweg
(2) Bestimmungs-App. Foto: LWL/Christoph Steinweg
(3) Bunter Sichelspringer (Evarcha falcata). Foto: Marie Mohr



